Uwe Seeler spielt keine Vuvuzela

Der Witz ist inzwischen nicht mehr neu und auch nicht mehr so wahnsinnig witzig: Südafrikas Folterinstrument Vuvuzela entbehrt nicht einer gewissen phonetischen Ähnlichkeit zu „Uns Uwe“ Uwe Seeler. Hat das Uwe Seeler verdient? Nein! Auf keinen Fall! Schließlich war der gute Uwe in seiner Zeit einer der grandiosesten Stürmer der Welt.

Schon 1954 bei der WM in der Schweiz bestritt der damals 17-jährige sein erstes Länderspiel. Und vier Jahre später gelang Uwe Seeler bei der WM in Schweden sein Durchbruch. Der nicht mal 1,70 m große Stürmer wurde Kapitän der deutschen Nationalelf und errang mit ihr 1966 den Vizeweltmeistertitel. Zwischenzeitlich nahm Uns Uwe dann seinen Nationalmannschaftshut, kam aber 1970 bei der WM in Mexiko zurück und schoss dort das Tor, das ihn weltberühmt machen sollte: Das Hinterkopftor, das der deutschen Mannschaft im Viertelfinale gegen England den Ausgleich bescherte. Letztendlich wurde Deutschland 1970 Dritter, was nicht zuletzt an Uwe Seeler gelegen hat. Seeler war damals nicht nur für seine Ballkünste bekannt, sondern auch für seine bodenständige Art und seine Geradlinigkeit. Keinerlei Affären, beliebt bei allen, auch bei den Anhängern von St. Pauli – und das obwohl er bei den Erzfeinden vom HSV gespielt hat. Das soll Uwe Seeler erst mal einer nachmachen.

Also bitte: Nehmt doch Abstand von diesen blöden Vuvuzela-Uwe Seeler-Späßen – das hat Uns Uwe nicht verdient!


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