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Project Natal: Videospielen ohne Controller

Nintendos Wii Konsole hat es vorgemacht: Mit einfacher Bewegungssteuerung, einigen überzeugenden Spielkonzepten und einer geschickten Werbekampagne wurde die Wii auch bei den sogenannten „Casual Gamern“ ein Erfolg. Vor allem ältere Semester und die Damenwelt konnten mit der Wii und deren einfacher Steuerung fürs Videospielen begeistert werden. Im Herbst wird Sony mit einem ähnlichen Konzept für die PS3 aufwarten – Playstation Move wird es heißen. Der dritte im Bunde, Microsoft, geht allerdings noch einen Schritt weiter: Im Oktober oder November soll Project Natal erscheinen. mehr

Mittwoch, 19. Mai 2010

Alan Wake auf Xbox 360: Gruseln in Höchstform

Alan Wake, ein erfolgreicher Schriftsteller, leidet unter einer Schreibblockade. Zusammen mit seiner Frau macht er sich auf ins idyllische Städtchen Bright Falls im Nordwesten der USA, um der Blockade ein Schnippchen zu schlagen. Doch die Idylle trügt: Alan Wakes Frau verschwindet, der Schriftsteller selber sieht sich mit seltsamen Schattenwesen konfrontiert und irgendwie erlebt Alan Wake eine seiner eigenen Horror-Geschichten – allerdings hat er diese aber noch gar nicht geschrieben.

Damit beginnt ein Meilenstein in der Geschichte der Grusel-Spiele: Alan Wake verbindet das Beste aus Silent Hill und Resident Evil und vermeidet die Fehler der letzten Alone in the Dark-Episode. Bei Alan Wake spielt aber wie in Alone in the Dark das Licht bzw. die Schatten eine große Rolle. Die Schattenwesen müssen erst mit Licht (aus den verschiedensten Quellen) geschwächt werden, ansonsten kann Alan Wake noch so viel auf die Kreaturen ballern – die bleiben davon recht unbeeindruckt. So ist der Spieler also immer auf der Suche nach Taschenlampen, Batterien oder (rar aber effektiv) Leuchtpistolen. Für Freunde von Twin Peaks oder Lost ist Alan Wake das richtige Konsolenfutter – Spannung und mysteriöse Überraschungen lassen dem Spieler keine Atempause. Durch die episodische Struktur (komplett mit „Was bisher geschah“ am Anfang und Cliffhanger am Schluss) bleibt der Spieler ans Pad gefesselt und will wissen, wie es mit Alan Wake weitergeht. Die Action steht ganz klar im Vordergrund, Rätsel werden nur ab und zu mal eingestreut. Die Grafik ist hervorragend, man merkt dem Spiel auch hier wie beim Storyboard die mehrjährige Entwicklungszeit positiv an. Charaktermodelle und Hintergrundgrafik sind State of the Art, die Atmosphäre exzellent gruslig – kurz: mit Alan Wake steht ein echter Knaller in den Startlöchern. Alan Wake erscheint nur für die Xbox 360 – auch in einer Limited Edition mit allerlei Krimskrams an Bord.

Montag, 03. Mai 2010

Playstation Move: Bunter Schüttel-Spaß

Playstation Move

© Sony Computer Entertainment Inc.

Hui, was ist denn das? Eine Kugel Eis? Nein, nein, Sony hat sich was tolles neues für die PS3 ausgedacht: Den Playstation Move Controller. Das Ganze erinnert frappant an die Bewegungssteuerung vom Nintendo Wii. Wie beim Wii besteht Playstation Move aus drei Komponenten: dem Motion Controller (also der Eiskugel), einem zweiten Eingabegerät für die linke Hand und aus der Playstation Eye-Kamera, der Schnittstelle zur PS3. Playstation Move ist also keine neue Konsole sondern ein Add-On für die „normale“ Playstation 3. Die Eye-Kamera gibt’s ja schon länger zu kaufen, Playstation Move soll jetzt im Herbst erscheinen. Innerhalb des Motion Controllers arbeitet ein mit einem Gyroskop kombinierter Beschleunigungssensor: Drei-Achsen-Gyroskop, Drei-Achsen-Beschleunigungssensor, dazu noch ein Magnetfeldsensor, der Bewegungen im Raum erkennt – so soll die Bewegungserkennung von Playstation Move das Nintendo Wii in die Flucht schlagen. Eine Vibrationsfunktion besitzt Playstation Move ebenfalls. Im Unterschied zur Wii arbeitet der Motion Controller mit Bluetooth und – für mich das Highlight – die Kugel am Ende des Playstation Move Controllers kann die Farbe wechseln!

Jetzt aber mal im Ernst: Playstation Move scheint mir doch sehr stark an die Wii angelehnt zu sein. Ob die bessere Grafik ausreicht, dass die Leute ab Herbst eher zu Playstation Move als zur Wii greifen? Wie immer wird das an der für das System veröffentlichten Sofftware liegen: Wenn Sony ein paar wirkliche Knaller-Spiele abliefert und auch die Hardcore-Gamer ansprechen kann, hat Playstation Move eventuell eine Chance gegenüber der scheinbar übermächtigen Nintendo-Konkurrenz. Vielleicht ist aber die Strategie von Microsoft hier die schlauere: Für die Xbox 360 kommt nämlich mit dem Project Natal eine Bewegungssteuerung, die ganz auf Controller verzichtet – hier wird dann rein mit Gesten gesteuert. Für mich ist das zukunftsträchtiger als die „me-too“-Technologie von Playstation Move. Nichtsdestotrotz wird es ein heißer Herbst – als Playstation-Fan drücke ich Sony natürlich auch die Daumen. Wenn am Schluss klasse Spiele dabei herauskommen, sind wir schließlich alle glücklich!

Montag, 15. März 2010

Yellow Light of Death – PS3-Horror

Yellow Light of Death: So ein kleines Licht verursacht soviel UngemachAch herrje, was ist denn das? Das Yellow Light of Death? Ein neuer Horror-Film? Oder gar eine neue Scheibe einer Death-Metal-Kapelle? Fast trifft es das, denn das Yellow Light of Death ist wirklich zum gruseln! Also: Was dem Xbox 360-Besitzer sein Ring of Death, ist dem PS3-Besitzer sein Yellow Light of Death. Soll ja schließlich keiner behaupten, dass er hier benachteiligt wird!

Fast schon poetisch wird hier eine ganz profane Tatsache beschrieben: Wenn das Yellow Light of Death zuschlägt, hat’s schlicht und einfach die PS3 zerbretzelt. Es kommt zu einem nicht-spezifischen Hardware-Fehler und plötzlich geht nichts mehr. Aber erst mal Entwarnung: Scheinbar sind nur 0,5 % der PS3s betroffen. Bei über 30 Millionen verkauften Exemplaren sind das aber doch über hunderttausend – das Yellow Light of Death ist eben doch nicht so selten. Die neuen PS3-Slims sind wohl etwas widerstandsfähiger gegenüber dem Yellow Light of Death. Anfang März haben diese schließlich den internen Kalender-Bug (die PS3 dachte, 2010 sei ein Schaltjahr), der die PS3s der ersten Generationen getroffen hat, gesund überstanden. Eine Kaufempfehlung kann also nur für die PS3-Slim ausgesprochen werden. Alle anderen PS3-Modelle sind anfälliger gegenüber so heimtückischen „Krankheiten“ wie dem Yellow Light of Death. Und wer weiß, was da noch in Zukunft auf die alten PS3s wartet – das „Bright Light of Reckoning“ vielleicht oder das „Dim Light of Regret“? Wir werden es sehen…

PS: Für alle PS3-Besitzer, die den Ring of Death nicht kennen: Das ist genau das gleiche wie das Yellow Light of Death – nur in Rot (und etwas häufiger)!

Montag, 08. März 2010