2006 erschien das erste Just Cause: Die Kritiker überschlugen sich nicht gerade, Just Cause bekam aber doch wohlwollende Kritiken und machte seine Sache im Abverkauf ganz gut. So gut, dass jetzt mit Just Cause 2 der Nachfolger an den Start geht.
Wie im ersten Teil von Just Cause bewegt sich der Spieler in einem Open-World-Szenario. Im ersten Just Cause trieb sich Revolutionär Rico Rodriguez in der Karibik herum, in Just Cause 2 wird die Insel Panau in Südostasien besucht. Und die hat’s wirklich in sich: Über 1000 Quadratkilometer können vom reisefreudigen Spieler erforscht werden, vom Dschungel über Stadtgebieten bis zu hohen, verschneiten Berggipfeln. Ein Open World Spiel wie Just Cause 2 lebt einerseits von der Freiheit, die der Spieler in den meist großen Arealen besitzt. Andererseits besteht darin auch eine Gefahr: Wenn die Hauptstory nicht spannend und stringent genug erzählt wird, kann es trotz riesiger Freiheit auch mal schnell langweilig werden, vor allem wenn sich Nebenmissionen vielfach wiederholen. Just Cause 2 kann hier aber doch recht gut überzeugen, ab und an wünscht man sich aber doch eine führende Hand.
Die optisch äußerst schick designte Insel birgt massig Aufträge und Geheimnisse, Ziel des ganzen ist aber, den schurkischen Diktator Baby Panay vom Sockel zu stoßen und Panau zu einer besseren Zukunft zu geleiten. Ein Just cause also – eine gerechter Kampf. So treibt sich Rico also auf der Insel umher, sorgt für Chaos, klaut Autos oder Hubschrauber, angelt sich mit seinem Greifhaken Feinde und Gegenstände und ballert sich ansonsten durch die eher dünne Geschichte von Just Cause 2. Freunde des Sandbox-Genres (wie GTA 4 zum Beispiel) kommen bei Just Cause 2 auf jeden Fall auf ihre Kosten, denn die lange Spielzeit und die vielen Aufgaben sprechen für sich. Wer mehr auf storylastige Spiele steht, könnte von Just Cause 2 aber eventuell enttäuscht werden.
Bei den Limited Editions von Just Cause 2 sind noch einige Download-Inhalte dabei (Karten und Gegenstände) und das Spiel besitzt eine andere Hülle. Ob das den höheren Preis rechtfertigt, muss jeder Just Cause Fan für sich selbst entscheiden.