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Das magische Labyrinth

Als Papa kommt man hin und wieder nicht drum herum, mit dem Nachwuchs ein Gesellschaftsspiel zu spielen. So richtig offline mit Brett, Würfel und Figuren zum Anfassen. Puuh, hör ich da manchen stöhnen … ich weiß … das Leben machts einem manchmal nicht leicht. Um besser auf solche Situationen vorbereitet zu sein und sich nicht vollkommen dem seltsamen Spiele-Geschmack der Kinder auszuliefern, hatte ich vor kurzem die glorreiche Idee, doch selber mal zu bestimmen was am Wochenende so alles auf dem Wohnzimmertisch ausgebreitet wird. Um ehrlich zu sein, die Idee kam mir recht spontan, als ich in einem Einkaufscenter an den Sonderangeboten in der Spielabteilung vorbei lief. Dabei fiel mir das Spiel “Das magische Labyrinth” vom Hersteller “Drei Magier Spiele” auf, was dort zu einem Sonderangebotspreis von 25,99 EUR angeboten wurde. Das Spiel ist mit dem Prädikat “Kinderspiel des Jahres 2009″ ausgezeichnet, also muss es ja was taugen! Und schon war’s im Einkaufswagen.

Und tatsächlich, oh großes Erstaunen, das Spiel macht wirklich Spaß. Kurz erklärt, man muss “magische” Symbole sammeln, in dem man seine Spielfigur durch ein unsichtbares Labyrinth führt. Stößt man an eine dieser unsichtbaren Mauern, muss man zurück an den Ausgangspunkt. Hier zeigt sich der Vorteil von Kinderspielen, sogar ich verstehe die Regeln schon nach wenigen Minuten. Der Aufbau des unsichtbaren Labyrinths ist pfiffig und mit einfachen Mitteln gelöst. Die Spielfiguren sind aus Holz und es gibt nicht all zu viele Einzelteile, die sich in der entropischen Umwelt eines Kinderzimmers schnell in Luft auflösen könnten. Kompliment an die Spielentwickler. Das Spiel kann man mit bis zu vier Spielern spielen, aber auch zu zweit macht es schon Spaß und für die Ehrgeizigen unter euch: im Trainingsmodus für Alleinunterhalter geht es auch.

Übrigens bei decido gibt’s Das magische Labyrinth schon ab 19,95 EUR, also 6 Euro weniger als das Sonderangebot im Einkaufscenter. Na, da hätte sich das Vergleichen doch mal wieder gelohnt.

Also dann viel Spaß,
euer Ralf

Weitere Infos:

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Asterix & Obelix feiern Geburtstag – der neue Asterix Band

Schon der letzte Asterix-Band „Gallien in Gefahr“ aus dem Jahr 2005 war der großen Asterix-Tradition unwürdig. Asterix-Zeichner und -Texter Albert Uderzo war hier auf einem traurigen Tiefpunkt angelangt: Zwar waren die Zeichnungen noch spritzig und denen der vorhergehenden Asterix-Bände ebenbürtig, die Story war aber dermaßen an den Haaren herbeigezogen und dazu noch schlecht ausgeführt, dass es jeden altgedienten Asterix-Fan (so wie mich) nur gruseln konnte. Deswegen fieberte ich dem Jubiläumsband „Asterix & Obelix feiern Geburtstag – Das goldene Buch“ nicht gerade entgegen. Nichtsdestotrotz (die Neugier ist eben größer) musste der Band natürlich doch gekauft werden.

Tja, was soll ich sagen? Auch mit diesem Band schafft es der mittlerweile 82-jährige Uderzo nicht, an die alten Glanzzeiten anzuknüpfen. Er ist auch im hohen Alter ein begabter Zeichner aber leider immer noch kein begnadeter Texter. Nach dem viel zu frühen Tod seines Partners René Goscinny im Jahr 1977 wollte er es eben allein schaffen – aber das hat er nie. Von Band zu Band wurden die Geschichten schlechter und Uderzos Weigerung, einen fähigen Szenaristen mit an Bord zu nehmen, immer unsinniger.

Und beim Jubiläumsband „Asterix & Obelix feiern Geburtstag“ (vor 50 Jahren erschien der erste Asterix-Band) ist mal wieder die Story (oder das Nichtvorhandensein derselben) das Problem. Die im neuen Band versammelten Kurzgeschichten sind mal mehr, meistens aber weniger geglückt und manchmal richtig ärgerlich. Ein paar nette Aha-Erlebnisse und Reminiszenzen an die guten alten Tage, ein paar nette Gags – jedoch sind die Ansprüche (ich geb’s ja zu) an einen neuen Asterix-Band einfach gigantisch hoch. Für 50 Jahre Asterix ist „Asterix & Obelix feiern Geburtstag“ wirklich kein würdiger Jubiläumsband. So hart es klingt: Man kann wirklich nur hoffen, dass dies jetzt der letzte Band aus der Feder von Uderzo sein wird (zumindest als Autor) – denn die wirklich großartige Historie von Asterix hat diese Demontage nicht verdient. Also: Jubiläumsband lesen und sofort vergessen! Und dann alle alten Asterix-Bände wieder vorkramen (oder neu kaufen) und einen der besten Comics aller Zeiten genießen. Alea iacta est!

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Wirklich gute Ratgeber für gestresste Eltern (II)

Wie (vor Monaten, sorry) angekündigt stelle ich heute meine Erfahrung mit einem weiteren Klassiker aus der Elternratgeber-Sparte vor, es geht um „Kinder fordern uns heraus“ von Rudolf Dreikurs. Herr Dreikurs ist der Ansicht, dass folgende Regeln helfen, um den Kindern unliebsame Angewohnheiten abzugewöhnen (ich gebe hier nur einige der wichtigsten wider, und das natürlich stark verkürzt, um das Prinzip klarzumachen): 1. Sich nicht in Machtkämpfe mit dem Kind verwickeln lassen, 2. Dem Kind keine „ungebührliche“ Aufmerksamkeit zu schenken, 3. Natürliche Folgen anwenden. Was bedeutet das genauer? Ein Beispiel: Wie bekommt man ein Kind dazu, etwas zu tun, auf das es keine Lust hat, zum Beispiel, sein Vesper vom Vormittag aus dem Schulranzen auszuräumen? Solche Momente arten leicht in einen „Machtkampf“ aus, denn das Kind will mit seiner Starrköpfigkeit beweisen, wer der Stärkere ist. Dreikurs’ Tipp: Möglichst nicht ärgerlich werden, und das Kind etwa zwingen, etwas zu tun, und es ihm auch nicht abnehmen; sondern die „natürlichen“ Folgen anwenden und das eigene Verhalten entsprechend anpassen. Wenn keine saubere Dose für das Vesper am nächsten Tag verfügbar ist, weil das alte Brot noch im Ranzen vor sich hingammelt, gibt es eben für diesen Tag kein Pausenbrot, oder es wird ohne Verpackung gerichtet, damit sich das Kind selbst drum kümmert, wie es das Brot mitnehmen kann. Kinder sollen damit lernen, eine „Ordnung“ zu respektieren, und vor allem ihren Teil dazu beizutragen. In vielen Fällen ist mir zwar dennoch rätselhaft, wie es funktionieren soll; wenn abends Zähne geputzt werden müssen, dann müssen eben die Zähne geputzt werden, denn auf die „natürliche Folge“ Karies kann ich gut verzichten. Dass es in vielen Fällen allerdings tatsächlich viel besser ist, ruhig, fest und ermutigend auf eine Situation zu reagieren als zornig, oder sich einfach auch einmal zurückzuziehen, um dem Kind zu zeigen, dass es von seinem Verhalten nichts erwarten kann, habe ich schon öfters ausprobiert und kann es nur empfehlen. Das Buch gibt dazu viele Beispiele und Tipps, die, wie ich finde, durchaus lesens- und einen Versuch wert sind.

Kinder fordern uns heraus von Rudolf Dreikurs gleich bestellen

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Spongebob-Monopoly – Krosse Krabben statt Hotels

Monopoly kennt sicher noch jeder von Spiele-Sessions in Kindheit und Jugend. Manche dauerten die ganze Nacht lang – das Feilschen, Kaufen, Tauschen und Würfeln nahm kein Ende. Irgendwann habe ich aber aufgehört, Monopoly zu spielen – als Erwachsener ist es vielleicht doch nicht mehr so interessant, mit Spielgeld herum zu hantieren. Vor kurzem habe ich aber bei Freunden die Monopoly-Erfahrung wieder erneuert und zwar mit einer neuen Monopoly-Version: Spongebob-Monopoly. Ich bin kein Riesenfan von Spongebob und seinen absolut abgefahrenen Genossen aus Bikini Bottom, aber ab und zu schau ich mir die ausgeflippten Gestalten schon an. Das Monopoly im Spongebob-Thema war mir aber neu.
Prinzipiell ist jedoch alles beim alten geblieben, die bekannten Monopoly-Regeln sind immer noch gültig. Das Äußere hat sich aber schwer verändert – nicht zum Schlechten wie ich finde. Das ganze Spiel ist sehr liebevoll gestaltet: Die Metallfiguren (leider nicht bemalt, sondern nur silbern) von Spongebob, Patrick, Thaddäus und Co sehen echt witzig und hochwertig aus. Die Straßen sind natürlich aus der Serie bekannte Örtlichkeiten wie das Tentakel-Paradies, Patricks Stein oder der Salzige Spucknapf. Auch diese sind sehr lustig designt, das Spielbrett versprüht den gleichen verrückten Charme wie die Zeichentrickserie. Eine Neuerung (die man aber nicht unbedingt in Anspruch nehmen muss) ist der Einsatz der Plankton-Münze. Wird diese ins Spiel gebracht, kann sich die Spieldauer ziemlich verkürzen (auf 45 – 90 Minuten). Gar nicht so schlecht, wenn man nicht die ganze Nacht Zeit hat. Mir kam es übrigens so vor, als würde einem das Geld noch schneller aus den Fingern gleiten als früher bei Monopoly, 1500 Euro als Startkapital sind eben nicht die Welt.
Kurzum: Für Spongebob-Fans ist das Spiel ein Muss, schon allein die Verpackung mit den 3D-Wackelaugen ist sensationell, Monopoly-Freunde bekommen damit mal eine witzige Abwechslung und alle anderen hätten sowieso nicht bis hierher lesen sollen.

Natürlich findet ihr das Spongebob-Monopoly auch auf decido.

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„Karlchen“ von Rotraut Susanne Berner – Kinderbuch-Klassiker zum Immer-wieder-Anschauen

Ich lese gerne und ich lese auch gerne vor. Aber – vielleicht kennt ihr das auch – manche Bücher nerven einfach ganz schnell. Wenn es dann ausgerechnet die sind, die die Tochter wochenlang jeden Abend hören und/oder sehen will, macht mir das einfach keinen Spaß. Zum Glück gibt es Bücher, die Eltern und Kindern (in diesem Fall Kleinkindern ab ca. 2) gleichermaßen gefallen. Unsere absolute Lieblingsreihe ist dabei „Karlchen“ – ein kleiner Hase, der mit seinen Eltern, Oma Nickel und seiner Kusine Käthe ganz normale „Abenteuer“ erlebt. Das „Abenteuer“ dreht sich zum Beispiel in „Karlchen geht einkaufen“ darum, dass der schusselige Hasenpapa alles vergisst, was man zum Einkaufen eigentlich braucht – und am Schluss von der Hasenmama im Supermarkt gerettet wird, die ihm im Jogginganzug den Geldbeutel hinterherträgt. Oder in „Gute Nacht Karlchen“ geht es um das Abendritual, mit dem der Papa seinen Sohn ins Bett bringt. Der Clou sind die unglaublich liebevollen Details, mit denen die Geschichte gezeichnet ist: Da erlebt das Haustier, ein schwarz-weiß gepunktetes Huhn, mit seinem Küken ganz nebenbei die gleiche Geschichte wie die Hauptpersonen. Oder an der Wand hängen Bilder, die zu einer der anderen Geschichten gehören. Noch dazu kostet ein (Papp-)Buch nur 6,90 Euro, da kann man sich durchaus nach und nach die ganze Reihe zulegen (es gibt fünf Bände). Und noch ein Tipp: Für die etwas Größeren (ab ca. 3 Jahren) gibt es die „Karlchen-Geschichten“, kurze Texte auf je einer Seite zum Vorlesen. Danke für diese tollen Bücher, Rotraut Susanne Berner.

Karlchen geht einkaufen
Gute Nacht, Karlchen
Guten Morgen, Karlchen
Wo ist Karlchen?
Ein Schwesterchen für Karlchen

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Nido – das neue Magazin für junge Eltern

Nido ist ein Ableger vom STERN und zielt auf junge Eltern, die laut Editorial „eine Familie, aber nicht gaga“ sind. Soll heißen: Nur weil Kinder im Haus sind, wollen moderne Eltern doch wohl trotzdem weiter über angesagte Musik, Produkte, Lifestyletrends, Gesellschaftsentwicklungen oder Reisen informiert sein. Das Ganze nur eben aus einer etwas anderen Perspektive. Klingt soweit für mich persönlich sehr ansprechend. Wie ist das Heft aber nun geworden? Auf den ersten Blick gelungen: Layout, Typo und Bildsprache sind modern-retro, übersichtlich und angenehm zu lesen. Vielleicht ein bisschen dunkel geraten mit dem vielen Schwarz in der Typo. Die Themen breit gefächert: Arbeiten nach der Babypause, guter Sex trotz Baby, Familie mit Kleinkindern auf Weltreise – das sind die Aufmacher. Leider – die Qualität der Artikel kann mit dem hohen Anspruch der Macher meiner Ansicht nach nicht mithalten. Irgendwie wirkt es, als hätte man die Artikel alle schon mal gelesen, nirgendwo bleibt man richtig hängen, nichts übertrifft die Erwartung. Schade! Dazu 300-Euro-Klamotten an einem Sechsjährigen in der Modestrecke, naja. Und statt sieben Unternehmer, die Kinder-Klassiker herstellen, mit jeweils 3 Sätzen und einem großen Bild Ihres Privatreichs vorzustellen, wäre es interessanter gewesen, eine spannende Unternehmensgeschichte ausführlich und detailliert recherchiert zu lesen. Eine Chance gebe ich der zweiten Ausgabe, die im Herbst kommen soll, vielleicht noch – aber dann ist leider Schluss.

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Früher war alles besser!

Wie oft hat man diesen Spruch schon von Eltern oder Großeltern gehört! „Jaja“, konnte man da nur genervt antworten, „dafür gab’s auch noch keinen Strom oder warmes Wasser!“ Leider ist es bei mir jetzt so, dass ich diesen Senf schon selber vom Stapel lasse.

Wenn ich nur an das Fernsehprogramm für Kinder und Jugendliche denke, kommt mir das kalte Grausen: Ganz viel Schatten und ganz wenig Licht. Tja, früher war eben alles besser: Da gab’s den Wickie, die Biene Maja, Nils Holgersson, Heidi und von mir aus noch Pinocchio. Konnte man alles problemlos anschauen und kann man selbst heute noch mit Spaß gucken. Oder wie wär’s mit den Astrid Lindgren-Verfilmungen? Pippi, Michel, Saltkrokan und viele mehr. Alles auch heutzutage noch Spitzenunterhaltung. Ok, es ist heute nicht alles schlecht: die Simpsons oder Futurama bilden die Speerspitze des fast schon intellektuellen Trickfilms. Spongebob hat beinahe philosophische Tiefen und Southpark könnte auch von deutschen Surrealisten der 20-Jahre gedreht worden sein. Zwischen diesen Highlights läuft aber so viel Schrott, dass es einem das TV-Glotzen ganz allgemein verleidet. Wie gut, dass es DVDs gibt! Und dass immer mehr alte Serien aus den 60-er, 70-er oder 80-er Jahren wieder aufgelegt werden. Denn lieber schau ich zum zehnten Mal Catweazle an als irgendeine doofe Teenie-Sitcom aus den USA oder japanisches Monstergeschnetzel. Ohohoh, die armen jungen und Junggebliebenen von heute! Diesmal stimmt das Klischee tatsächlich: Früher war alles besser!

Hier ein paar Tipps, um vergangene Fernseherlebnisse aufzufrischen:

Wickie und die starken Männer

Die Biene Maja

Pippi Langstrumpf

Michel aus Lönneberga

Catweazle

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Wirklich gute Ratgeber für gestresste Eltern (I)

EIGENTLICH lese ich nicht gerne Elternratgeber. Entweder sie sind belehrend, viel zu umständlich geschrieben, es wiederholt sich alles mehrmals oder der Stil ist bemüht flapsig und locker, und dadurch extrem anstrengend. Warum tue ich es dann trotzdem immer wieder? Nun, man bekommt Empfehlungen, oder es gibt einfach Themen, bei denen man alleine nicht weiterkommt. Ich möchte zwei Erziehungsratgeber vorstellen, die mir weitergeholfen haben, das Familienleben für alle Beteiligten entspannter zu machen.
„Jedes Kind kann schlafen lernen“ ist das wahrscheinlich meistgeliebte und meistgehasste Buch zum Thema Schlafen. Nun weiß jede Mutter, dass Schlafen das A und O eines entspannten Tages ist. Wenn das Kind für seine Verhältnisse gut schläft, ist das die halbe Miete. Oder andersrum gesagt: Wenn es hier dauerhaft Probleme gibt, leiden alle. Mit Problemen meine ich nicht, dass das Kind manchmal beim Einschlafen quengelt oder nachts ab und zu aufwacht und etwas trinken möchte. Sondern, wenn es keinerlei regelmäßige Schlafgewohnheiten gibt, wenn Eltern Stunden damit verbringen müssen, die Kinder zum Schlafen zu bringen, und dadurch der eigene Rhythmus langfristig gestört wird. Denn das ist meiner Erfahrung nach wirklich wichtig: Nicht nur das Kind, auch die Eltern müssen mit den Schlafritualen dauerhaft zurecht kommen. Solange es der Mutter egal ist, dass das Kind nur nach stundenlangem Wippen auf dem großen Hüpfball einschläft, ok. Wenn der Leidensdruck aber zu groß wird, muss etwas geschehen. Wie also kriegt man das hin? Die Autoren schlagen vor, das Kind zum selbständigen Ein- und Durchschlafen zu bewegen, indem man es „kontrolliert“ schreien lässt. Also wach (und müde!) ins Bett legen, 3 Minuten schreien lassen, dann Reingehen zum Beruhigen. Danach 4 Minuten, dann wieder Beruhigen. Danach 5 Minuten … etc. etc. Das Beruhigen dient dazu, dem Kind zu vermitteln, dass es nicht alleine ist. Jedoch wird es nicht mehr aus dem Bett gehoben. Das Ganze geht so lange, bis das Kind alleine einschläft. Vor Erschöpfung, sagen die Kritiker. Ja, vielleicht – aber mit großer Wahrscheinlichkeit klappt es am nächsten Tag schon besser. Voraussetzung ist natürlich, dass das Kind auch wirklich müde ist. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, die Methode hat mich nach anfänglicher großer Skepsis sehr überzeugt. Einschlafen war nach kürzester Zeit wirklich kein Thema mehr. Und, das Wichtigste: Das Kind war, nachdem es endlich den geregelten Schlaf bekommen hat, den es brauchte, völlig verändert, viel gelassener und besser gelaunt, den ganzen Tag. Es hat sich gelohnt, den herzerweichenden Protest für eine Weile zu ignorieren. Insofern: das Buch und die Methode sind für leidgeprüfte Eltern allemal einen Blick wert.
Hier gibt es Jedes Kind kann schlafen lernen zu kaufen.

Demnächst schreibe ich über den Erziehungsklassiker „Kinder fordern uns heraus“ von Rudolf Dreikurs.

Hier gibt es mehr Erziehungsratgeber bei decido.

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Schöne Spiele für Kleinkinder

Das macht richtig Spaß: Ab einem Alter von ca. 2 bis 2 ½ Jahren lernen die lieben Kleinen, Regeln zu akzeptieren, die ein „richtiges“, sprich ein Gesellschaftsspiel, möglich machen. Zwei sehr schöne Spiele kann ich uneingeschränkt empfehlen: „Obstgarten“ von HABA und „Mein erstes Mitmach-Spiel“ von Ravensburger. Bei beiden Spielen gibt es keinen einzelnen Gewinner, denn es gewinnen (oder verlieren) immer alle Mitspieler gemeinsam. Der „Obstgarten“ ist bereits ein Spieleklassiker, an dem auch ältere Spieler ihre Freude haben – alleine schon wegen der hochwertigen Spielsteine und des liebevoll gestalteten Spielfelds, HABA macht’s möglich. Es geht darum, mit Würfelglück gemeinsam den reicht behängten Obstgarten abzuernten, bevor dies dem frechen Raben gelingt. Ab und zu schafft das der Rabe jedoch tatsächlich – und die Kleinsten lernen ganz nebenbei auch einmal zu verlieren. Noch ein wenig sanfter geht es dagegen bei „Mein erstes Mitmach-Spiel“ zu. Hier spielen alle gemeinsam, um ein Zelt für die Maus Pia zu errichten, in dem sie sich am Schluss schlafen legen kann. Ein Zeltteil kann aber nur erhaschen, wer zuvor eine Aufgabe erledigt hat: zum Beispiel mit dem großen Zeh die eigene Nase anstupsen, ein Lied singen oder einen Tierlaut nachmachen. Durch diese kreativen Unterbrechungen schaffen es auch die Kleinsten, die ganze Spielrunde durchzuhalten. Ein großer Spaß für alle und ein wenig wie das beliebte „Activity“ für Kindergartenkinder.

Die Spiele im decido Preisvergleich:

> Obstgarten von HABA

> Mein erstes Mitmach-Spiel von Ravensburger

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