Dampfgaren soll ja die gesündeste Möglichkeit sein, Gemüse und vieles andere zuzubereiten, da dabei Nährstoffe besser erhalten bleiben als beim Kochen in Wasser. Ja, sogar der Geschmack soll besser sein. Schon lange habe ich mir überlegt, mir so einen – angeblich ja praktischen – Dampfgarer zuzulegen, vor ein paar Wochen habe ich zugeschlagen. Damit meine ich nicht so ein superteures Einbaugerät, sondern so einen „mobilen“ wie im Bild links. Erster Minuspunkt: Das Ding ist ganz schön groß, größer als ich mir das vorgestellt hatte, und muss ja irgendwo in der Küche stehen. Und zwar nicht unterhalb von hängenden Küchenschränken, denn ein Dampfgarer macht ja bestimmt eine Menge Dampf … Also wo nur? Nachdem ich Kaffeemaschine und Wasserkocher etwas zusammengerückt und für den Messerblock eine neue Bleibe gefunden hatte, war das erste Problem soweit gelöst. Die drei gelochten Plastikschälchen, die man übereinander stapeln kann, um mehrere verschiedene Sorten Gemüse oder auch Fleisch oder Fisch zu dämpfen, kann man leicht abwaschen. Dann geht’s los: die ersten Brokkoli-Stückchen einlegen, Wasser einfüllen und den Zeitschalter auf 15 Minuten drehen. Das war im beigefügten Booklet so vorgeschlagen. Das ist übrigens wirklich praktisch: Anders als im Topf kann man in den nächsten 15 Minuten das Gemüse wirklich links liegen lassen, anbrennen kann nix, und das Gerät schaltet sich automatisch aus. Nach einigen Minuten zieht schon ein ziemlicher Plastik-Geruch durch die Küche. Hmm, vielleicht hätte man doch einen oder zwei Durchläufe des Geräts ohne Gemüse machen sollen … den Brokkoli muss ich leider wegschmeißen, der „Neu-Geruch“ nach Plastik war ziemlich penetrant …
Also zweiter Versuch. Dieses Mal halte ich mich wieder an die angegebenen Garzeiten. Leider ist der Brokkoli danach ziemlich matschig. Das Ganze hatte ich mir etwas einfacher vorgestellt! Beim dritten Versuch (der Gemüsehändler hielt mich inzwischen wahrscheinlich für komplett bekloppt) mit 10 Minuten Dampfdauer dann gelingt das Ganze gut. Und – es schmeckt! Na sowas! Nur, eigentlich esse ich das Gemüse auch gerne mit etwas Soße – um diese zuzubereiten, muss man dann doch wieder den guten alten Topf bemühen. Alles in allem eine gute Sache, ob es sich im Alltag dann bewährt muss man sehen. An Rezepte mit Fisch oder Fleisch habe ich mich allerdings bisher noch nicht getraut. Wer verrät sein bestes?
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