Früher warfen Kinder bei der Schnitzeljagd Papierfetzen durch die Gegend, heutzutage ist das sowas von out: Erstmal machen bei der modernen Schnitzeljagd, dem Geocaching, mehr Erwachsene als Kinder mit und dann braucht man auch ein etwas technischeres Equipment – ein Blatt Papier nutzt da nicht viel.
Wenn man mit Geocaching anfangen will, sollte man sich als allererstes einen GPS-Empfänger zulegen. Es geht zwar auch ohne – mit einer sehr detaillierten Landkarte – das ist aber sehr mühselig und nur etwas für echte Karten-Profis. Fürs normale Geocaching sollte so ein GPS-Teil also schon dabei sein. Da gibt’s ganz einfache Geräte oder schon richtige Navis, wie das Garmin 60CS das bleibt dem Geocaching-Anfänger überlassen. Die besten Geräte findet ihr in folgendem Wander-Navi Testbericht. Zum Einstieg gibt’s etliche Bücher, die den Sinn und Zweck von Geocaching erklären. Man sieht, Geocaching ist kein klitzekleines Spartenhobby mehr.
Und wie funktioniert der Spaß nun? Eigentlich ganz einfach: Irgendjemand versteckt irgendwo (in der Natur, in der Stadt, an Gebäuden, Denkmälern, Brücken etc) einen sogenannten Cache und veröffentlicht dann die Koordinaten auf einer Geocaching Seite. Ein Cache ist meist ein wasserdichter Behälter, in dem sich ein Logbuch und oft einige Tauschgegenstände befinden. Wenn man beim Geocaching den Schatz gefunden hat, trägt man sich ins Buch ein und tauscht eventuell noch einen Gegenstand aus. Oft sind beim Geocaching irgendwelche Rätsel mit im Spiel, der Cache ist aber sowieso in der Regel gut versteckt und nicht auf den ersten Blick auffindbar.
Übrigens: Die ersten Geocaching-Versuche gab’s schon im 19. Jahrhundert in England, da hieß es aber Letterboxing, damals natürlich noch ohne GPS. In den 1980ern wurde in Finnland erstmals fleißig gesucht und seit den 1990ern ist auch GPS mit dabei. Seit den 2000er Jahren ist Geocaching aber erst so richtig auf dem Vormarsch, das hängt mit den genaueren GPS-Daten zusammen.
Letztendlich bewegt man sich beim Geocaching in der Natur, tankt frische Luft und erlebt eine mehr oder weniger (je nachdem wie gut der Cache versteckt ist) aufregende Suche – da gibt’s doch schlimmeres!