Wickie und die starken Männer – von der Trickfigur zum realen Helden
1974 wurden die Abenteuer des kleinen schlauen Wikingers Wickie (nur echt mit „ie“) das erste mal im ZDF ausgestrahlt – und seit dem unzählige Male wiederholt. Auch heute sind Wickie und die starken Männer vielen Kindern noch ein Begriff: Dazu haben auch Hörspiele, Bücher und die DVDs der Fernsehserie beigetragen. Als bekannt wurde, dass Bully Herbig sich des Wickie-Stoffs annimmt, und dass das Casting auch noch in einer Fernsehshow àla DSDS durchgeführt wird, konnten sich altehrwürdige Wickie und die starken Männer Fans (so wie ich) eines kritischen Seufzers nicht erwehren: Zuviel schöne Kindheitserinnerungen standen auf dem Spiel, zu viele ans Herz gewachsene Figuren wie Faxe, Tjure und Snorre konnten ganz leicht zerstört werden. Bully ist ja schließlich nicht gerade für seinen feinsinnigen Humor bekannt.
Im Herbst 2009 war es soweit: Wickie und die starken Männer erklommen die Filmleinwand. Und siehe da: Der Film konnte durch seine gelungenen Charakterzeichnungen, die allgemeine Werktreue und die äußerst professionelle Ausführung (das wiederum war von Bully aber auch nicht anders zu erwarten) überzeugen. Wickie und die starken Männer machte seinem Namen keine Schande – alte wie neue Wickie-Fans konnten dem Film einiges abgewinnen. Bully-Fans waren dagegen eher enttäuscht. Trotzdem sahen in knapp vier Monaten an die 5 Millionen Zuschauer den Film: Wickie und die starken Männer entwickelte sich zu einem der erfolgreichsten deutschen Filme. So erfolgreich, dass für 2011 sogar eine Fortsetzung geplant ist. Und alle, die den Film letztes Jahr verpasst haben, können sich nun mit der DVD- und Blu-ray-Version von Wickie und die starken Männer daheim auf der Couch vergnügen – inklusive Specials, Making-of und weiterem Krimskrams. „Ich bin entzückt!“
