Martin Scorsese versteht sein Handwerk, keine Frage. Immerhin war er schon einige Male für den Oscar nominiert (hat aber nur einmal einen gewonnen für „Departed“). Bei Shutter Island arbeitet Scorsese jetzt schon zum vierten Mal mit Leonardo di Caprio zusammen – und auch dieses Mal hat sich die Zusammenarbeit bezahlt gemacht, denn Shutter Island ist ein raffinierter Thriller mit einem überzeugenden Hauptdarsteller und einem äußerst überraschenden Plot-Twist.
Shutter Island beruht auf einem Krimi von Dennis Lehane mit dem selben Namen. Nur kurz zur Handlung: di Caprio spielt den US-Marshall Teddy Daniels, der Anfang der 50er Jahre zusammen mit seinem neuen Partner das Verschwinden einer Patientin in einer Anstalt für psychisch gestörte Schwerverbrecher untersuchen soll. Diese Anstalt befindet sich auf Shutter Island, einer Insel vor der amerikanischen Ostküste. Die Irrenanstalt erinnert ein bisschen an das Arkham Asylum aus den Batman-Comics, alles sieht sehr gotisch und gruslig aus. Auch benehmen sich die Ärzte alle sehr seltsam, genauso wie die Insassen – kurzum: Das ganze Szenario kommt Teddy Daniels sehr verdächtig vor.
Mehr darf nicht verraten werden, denn der Film lebt von der beklemmenden Atmosphäre und der mysteriösen Spannung. Vor allem bringt Shutter Island aber eine wirklich überraschenden Wendung, die es fast unumgänglich macht, den Film gleich noch mal ein zweites Mal mit dem neuen Wissensstand anzuschauen. Erst da fallen einem einige wirklich genial versteckte Hinweise auf. Wieder resultierte die Zusammenarbeit von Scorsese und di Caprio in einem sehr gelungenen Film und man darf auf die nächste Gemeinschaftsproduktion sehr gespannt sein.
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