Wer kennt ihn noch? In den 80er Jahren kam es zu einer wahren Hysterie und jeder wollte schneller sein als die anderen. Kinder frickelten mit flinken Flitzefingern daran herum. Doch so mancher (unter anderem auch ich) sah nie so richtig Land und gab entmutigt auf. Die Rede ist vom „Rubik’s Cube“ oder dem „Zauberwürfel“, einer der teuflischsten Erfindungen im Rätselsektor. Der Zauberwürfel des ungarischen Erfinders Ernö Rubik feiert jetzt seinen 30. Geburtstag.
Anfang der 80er Jahre gab es keinen Knirps, der den Zauberwürfell nicht wenigstens schon mal in Händen gehalten hatte. Es gab Weltmeisterschaften, unglaubliche Auftritte im Fernsehen und einen Zauberwürfel-Hype, der sich gewaschen hatte. Dann wurde es etwas still um das bunte Würfelchen. Doch alles kommt bekanntlich zurück, retro ist in und das Internet ist daran nicht ganz unschuldig: Heutzutage gibt es eigene Cube-Stores (cubikon.de zum Beispiel), in dem nur Zauberwürfel und andere artverwandte Knobelspielchen verhökert werden.
Noch fieser ist übrigens eine neue Variante des Zauberwürfels, der sogenannte V-Cube 7: Derbesitzt 7x7x7 (also 218) Einzelteile und läppische 1,95×10160 Anordnungen – viel Spaß beim Lösen! Auch Weltrekorde gibt’s noch: Der aktuelle ist vom Juli 2008 und liegt bei 7,08 Sekunden für den „normalen“ Cube. Am schönsten find ich aber das sogenannte „Blindfold Cubing“: verdrehten Zauberwürfel einprägen, Augen verbinden und schwupps den Würfel lösen – Weltrekord hier sind 30,94 Sekunden.
Inzwischen ist es ja auch kein Ding der Unmöglichkeit mehr das gute Teil zu lösen, dank vieler Komplettlösungen im Netz – ich werd’s auf jeden Fall mal wieder probieren.