Große Science-Fiction-Produktionen kommen normalerweise aus Hollywood. Ausnahmen bestätigen hier natürlich auch die Regel: District 9 kam beispielsweise aus Südafrika, Wächter der Nacht aus Russland. Deutschland hat mit Roland Emmerich zwar einen der erfolgreichsten Sci-Fi-Regisseure, Sci-Fi-Filme, die in Deutschland gedreht werden, sind aber Mangelware. So ist Pandorum also ein Exotenfilm, denn Pandorum wurde in Deutschland produziert (in den Babelsberger Filmstudios in Berlin), von einem deutschen Regisseur – allerdings mit einer deutsch-amerikanischen Besetzung. Regisseur Christian Alvart hatte seinen größten Erfolg vor ein paar Jahren mit dem Thriller Antikörper, Pandorum-Hauptdarsteller Dennis Quaid ist kein Unbekannter und seit vielen Jahren mal mehr und mal weniger gut im Geschäft.
Pandorum erfindet das Rad nicht neu, erzählt aber ganz spannend die Geschichte eines Raumschiffs, das in den Weiten des Weltraums gestrandet ist. Die aus dem Tiefschlaf aufgewachten Passagiere des Raumschiffs Elysiums wissen dank temporärem Gedächtnisverlust genauso viel wie der Zuschauer und tappen im Dunkeln. Pandorum bedient sich ungeniert bei großen Vorbildern wie Event Horizon oder Alien. Auch bei Pandorum dominiert eine paranoide Grundstimmung und grusliger Weltraumhorror. Spannend ist das allemal, originell eher nicht. Pandorum wird im Film übrigens eine Psychose genannt, die durch den langen Flug durchs All ausgelöst wurde. Auch wenn der Film an den Kinokassen nicht so eingeschlagen hat wie erhofft, kann sich jeder Sci-Fi-Fan bestimmt mit Pandorum anfreunden. Die Blu-ray von Pandorum bietet etliche Features wie Deleted Scenes, Making of oder Interviews. Das Bild von Pandorum ist Blu-ray-würdig und auch der Ton kann überzeugen. Für die Blu-ray-Science-Fiction-Sammlung ist Pandorum also definitiv geeignet.
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