In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es erstaunlich viele Leute, die zwar wissen, dass man für richtig gute Fotos eine Kamera mit Wechselobjektiven benötigt, aber spätestens wenn kryptische Artikelbezeichnungen wie Nikon AF Zoom-NIKKOR 24-85 mm 1:2,8-4D IF auftauchen ist guter Rat teuer. Seitdem es bei den digitalen Spiegelreflexkameras nun auch preisgünstige Einsteigermodelle gibt und sich die praktischen Systemkameras immer mehr durchsetzen, wird so gut wie jeder früher oder später mit den verschiedensten Objektiven in Berührung kommen. Wir geben an dieser Stelle einen kleinen Überblick darüber, was im Produktnamen des Objektivs wofür steht und was sich wofür eignet.
Eine der ersten Angaben bei der Bezeichnung des Objektivs ist die Brennweite; sie wird in Millimeter angegeben. Vereinfacht gesagt bezeichnet die Brennweite den Abstand zwischen dem optischen Mittelpunkt des Objektivs und der Aufnahmeebene, z.B. den Bildsensor Chip bei Digitalkameras beziehungsweise den Film bei analogen Kameras.
Je nachdem, welches Objekt abgelichtet werden soll, werden verschiedene Brennweiten eingesetzt. Da gibt es beispielsweise Tele- und Superteleobjektive. Diese sieht man des öfteren von Sportfotografen am Rand des Fußballfeldes aufgereiht, denn damit kann man wunderbar weit entfernte Objekte ablichten. Sie verfügen also über eine große Brennweite (über 90 mm) und einen Bildwinkel von maximal 30°; bei steigender Brennweite nimmt der Winkel ab.
Normalobjektive dagegen können einen größeren Bildwinkel abbilden (zirka 50°), haben allerdings eine geringere Brennweite (rund 50 mm). Betrachtet man ein Objekt durch ein Normalobjektiv, so wird man feststellen, dass dieses dem natürlichen menschlichen Blickfeld entsprechenden Sehwinkel sehr nahe kommt.
Danach folgen dann die Weitwinkel- und Superweitwinkelobjektive. Wie der Name schon sagt, ist dabei ein noch weiterer Bildwinkel möglich, allerdings ist auch die Brennweite kleiner als bei einem Standardobjektiv. Weitwinkelobjektive werden gern für Panoramaaufnahmen verwendet. Eine besondere Form des Superweitwinkelobjektivs ist das Fisheye (Fischauge). Es zeichnet sich durch einen sehr großen Bildwinkel aus (zirka 180° oder mehr) und weist eine sehr kurze Brennweite auf. Allerdings werden bei Aufnahmen mit dem Fisheye alle geraden Linien, die nicht durch die Linsenmitte verlaufen, gekrümmt, wodurch wiederum wunderbare Effekte erzielt werden können.
Damit man nicht immer 5 verschiedene Objektive mitschleppen muss, sind mittlerweile auch Zoomobjektive sehr beliebt. Die Brennweite kann bei diesen Objektiven stufenlos verstellt werden. Einen sehr großen Brennweitenbereich kann man beispielsweise mit dem Canon EF 75-300mm 1:4-5.6 III USM abdecken, aber es gibt auch reine Tele- oder Weitwinkelzooms.
Während die Brennweite erheblichen Einfluss auf die Größe des Objektivs hat, ist die Lichtstärke zum großen Teil für den Preis verantwortlich. Diese wird dann im zweiten Teil unseres kleines Exkurses näher betrachtet. Und wer bis dahin nicht mehr warten kann und seine Bilder gleich aufnimmt und noch ein persönliches Fotogeschenk sucht, der sollte mal bei Fotogeschenk.org vorbeischauen: Dort warten hunderte Ideen: Tassen, Fotoleinwände, Kissen, Schlüsselanhänger, Schürzen etc.
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