Kinect – Microsofts Kind hat einen Namen

Bis vor kurzem hatte Microsofts neustes Baby noch einen anderen Namen: Project Natal hieß es und stand für Videospiele ohne Controller. Für das steht es immer noch, nun hat es aber den Project-Namen abgelegt und den endgültigen angelegt: Kinect heißt es nun, eine Wortschöpfung aus „kinetic“ und „connect“.

Mit Kinect kann man also Spiele nur mit Gesten steuern, dazu wird eine etwa 20 Zentimeter breites Kästchen an die Xbox 360 angeschlossen. Darin befinden sich eine Menge Sensoren, die den Spieler und dessen Bewegungen orten können, einzelne Spieler können voneinander unterschieden werden, 3D-Daten werden gesammelt und der Spieler in die neuen Kinect-Spiele „hineingezogen“. Inzwischen sind auch schon die ersten Spiele angekündigt: Kinectimals lässt den Spieler mit putzigen Tieren kommunizieren, die Tierchen können trainiert oder einfach nur gestreichelt werden. Kinect Sports ist die Antwort auf Nintendos Wii Sports: Viele Sportarten wie Tischtennis oder Bowling wollen perfektioniert werden. Und in Kinect Adventures wird mit vollem Körpereinsatz ausgewichen, gesprungen und trainiert. Etliche andere Spiele stehen noch in der Warteschlange. Kinect soll in den USA Anfang November für etwa 150 Dollar erscheinen.

Erste Praxistests mit Kinect versprechen so einiges: Die Bewegungssteuerung klappt tadellos. Eine Frage bleibt bis jetzt aber unbeantwortet: In allen Vorführungen und Tests wird Kinect immer stehend gespielt. Keiner sitzt. Wird Kinect also auch für uns Couch Potatoes funktionieren? Ich persönlich habe keine Lust, immer nur im Stehen zu spielen – ich möchte mich auch mal faul auf meinem Lieblingssessel lümmeln und trotzdem die neue Kinect-Technik genießen. Wir werden es sehen, in ein paar Monaten sind wir schlauer.


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