Im Moment kann Regisseur Christopher Nolan machen, was er will. Inception, sein neuster Streich, der gerade in den Kinos läuft, ist ein verwirrender und komplizierter Film. Eigentlich sollte man denken, dass solch ein Film kein Massenpublikum anzieht. Aber von wegen: Inception führt die amerikanischen Kinocharts an und hat dort schon 200 Millionen Dollar eingespielt.
Auch bei uns lockte Inception fast doppelt so viele Zuschauer wie zum Beispiel Toy Story 3 in die Kinos. Und das für einen Film, in dem es um einen Traum in einem Traum in einem Traum in einem Traum geht? Kaum zu glauben, aber Inception überzeugt nun einmal auf ganzer Linie – vom mysteriösen Anfang bis zum doppeldeutigen Finale. Eigentlich hat Inception ein ganz klassisches Thriller-Setting: Eine Gruppe von Spezialisten begeht eine perfekt geplante Straftat – nur dass diesmal eben nicht in eine Bank sondern in ein menschliches Unterbewusstsein eingebrochen wird. Wenn die Story an manchen Stellen etwas undurchschaubar bleibt, bedarf es allerdings einiges an Grübelei von Seiten des Zuschauers, um die komplexe Handlung der Traummanipulierer zu verstehen.
Dank eines äußerst gelungenen Drehbuchs (von Christopher Nolan selbst), kommt es aber kaum zu größeren Verständnisschwierigkeiten. Zusammen mit den wirklich bombastischen Special Effects und den guten Schauspielleistungen (Leonardo di Caprio ist ein weiteres Mal nach Shutter Island in Topform) beweist Inception, dass ein guter Film auch ohne den zur Zeit so modischen 3D-Einsatz für volle Kinosäle sorgen kann. Mit Inception beweist Christopher Nolan nach The Dark Knight, dass er zu einem der besten Regisseure unserer Zeit gehört. Man darf auf seinen nächsten Film mehr als gespannt sein (Gerüchten zufolge dürfte es ein neuer Batman-Film sein, der dann die mit Batman Begins und The Dark Knight begonnene Trilogie abschließt).
Ähnliche Artikel:
Pingback: Thriller DVDs: Aufregende Entspannung | Shopping Blog decido