Da hilft kein Zetern und kein Schreien: Die Schule geht wieder los (oder ist schon losgegangen). Und für viele 5- bis 7-Jährige beginnt nun „der Ernst des Lebens“ – der erste Schultag naht. Um diesen doch leicht bitteren Tag etwas zu versüßen, haben sich die Geschenke zur Einschulung eingebürgert.
Einen größeren Klassiker als die Schultüte gibt’s in diesem Zusammenhang natürlich nicht. Schon seit fast 200 Jahren versuchen die Eltern, den Tag der Einschulung mithilfe dieser Bestechung erträglicher zu machen. Im Osten Deutschlands gibt’s den Brauch schon länger, in Westdeutschland erst seit Beginn der 1950er Jahre. In manchen Gegenden werden Schultüten auch Zuckertüten genannt – eigentlich passt dieser Name auch besser, denn in der Hauptsache beherbergen diese klassischen Geschenke zur Einschulung nun mal Süßkram, in allen möglichen Variationen. Oft sind auch Stifte, Füller oder anderes Schulmaterial an Bord der Schultüte. Dieses Einschulungs-Geschenk kann entweder leer oder gefüllt gekauft werden oder, für ganz Wagemutige, auch selber gebastelt werden. Am schönsten ist es natürlich, wenn alles selbst gefertigt wurde und in der Schultüte auch ein paar andere Sachen als Süßigkeiten vorhanden sind: ein witziges Buch, ein Kuscheltier oder Kinoeintrittskarten – der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt.
Ob’s jetzt unbedingt eine „gesunde“ Schultüte mit Obst und Gemüse sein muss, wie einige besorgte Ernährungswissenschaftler fordern, sei dahingestellt. Die Freude des Kindes sollte am Tag der Einschulung wohl eher im Vordergrund stehen, schließlich gibt’s ja nicht jeden Tag eine Schultüte.
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