Das Bildnis des Dorian Gray wurde schon etliche Male mit mehr oder weniger Erfolg verfilmt (weit über zehnmal). Scheinbar ist die Geschichte des reichen und schönen Dorian Gray, dessen Porträt statt ihm selbst altert, zeitlos und auch heutzutage noch interessant.
Oscar Wilde schrieb Das Bildnis des Dorian Gray Ende des 19. Jahrhunderts und prangerte darin die u.a. Dekadenz der Oberschicht an. Damals war Das Bildnis des Dorian Gray ein Skandal, schließlich lebt Dorian Gray ein Leben voller Ausschweifungen und ohne moralische Hemmungen – darüber wollte man damals nicht debattieren oder lesen. Sex and Drugs and Rock’n‘Roll würde man heute sagen. Und dank dem mysteriösen Bildnis bleibt Dorian Gray stets ein hübscher und lebenshungriger Jüngling von 20 Jahren. Dass sowas natürlich nicht gut gehen kann, wissen wir schon seit Faust und seinem Pakt mit dem Teufel.
Die neuste Verfilmung von Dorian Gray kommt aus England (das passt schon mal) und hat mit Colin Firth und Ben Barnes (bekannt aus dem letzten Narnia-Film) bekannte Schauspieler an Bord. Leider gingen die Kritiker aber nicht sehr zimperlich mit der Neuverfilmung von Das Bildnis des Dorian Gray um: Zuviel Wert wird auf die Schauwerte gelegt und zu wenig auf die Gesellschaftskritik von Oscar Wilde eingegangen. Nichtsdestotrotz ist Das Bildnis des Dorian Gray gut gemacht und wer nicht ins Kino dafür gehen will, kann sich schon mal die Blu-ray des Films zulegen, als Import ist die nämlich schon erhältlich. Genauso natürlich wie ältere Verfilmungen – hier kann man sich wirklich die gelungenste rauspicken.
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