Ein afrikanisches Sprichwort sagt: “Der Pavian wird durch viel Lärm getötet”. Südafrikanische Fußballfans übertragen dieses Sprichwort gerne auf das Fußballspiel und versuchen, mit dem traditionellen Instrument Vuvuzela (abgeleitet vom Zulu-Wort für „Lärm machen“) den Gegner „totzutröten“. Nichts gegen Traditionen, aber schätzungsweise wird diese Tröte unsere Nerven ziemlich strapazieren, wenn denächst die WM in Südafrika beginnt. Die Tröten zu verbieten, um Spielernerven zu schonen, käme einer Beleidigung der Gastgeber gleich, das geht natürlich gar nicht. Also wird das Tröten Geschäft zur Fußball WM vermutlich stattfinden. Weiterlesen →
… denn hiermit verabschiede ich mich aus dem decido Shopping-Blog für einige Zeit in die Elternzeit und bin gespannt, was sich bis zu meiner Rückkehr Neues tut!
Eine Tupperparty mal mitgemacht zu haben gehört meiner Meinung nach fast schon zur Allgemeinbildung. Weniger, um die Produkte kennenzulernen, die meiner Erfahrung nach viele der (zugegeben ausschließlich weiblichen…) Gäste sowieso in- und auswendig kennen, sondern mehr als Projekt zur Beobachtung gesellschaftlicher Phänomene. Ein wenig wie ein Eindringling in eine fremde Welt kam ich mir letzte Woche vor, als ich mal wieder die Ehre hatte eingeladen zu sein und die anwesenden Damen über Eidgenossen, junge Wellen oder die neuen Farben der Sportfreunde diskutieren hörte. Irgendwas muss ja an diesen Produkten dran sein, wenn so viele Frauen so enthusiastisch darüber sprechen!? Gut, das eine oder andere Tupper-Produkt findet sich auch schon bei mir im Küchenschrank, allerdings eher geerbt oder auf einer der Tupper-Partys, zu denen ich in unserere Neubausiedlung bei anderen Mamis schon eingeladen war, als Geschenk abgestaubt. An der Qualität gibt es ja soweit ich das beurteilen kann nichts zu mäkeln, und die lebenslange Umtausch-Garantie wird auch von den anwesenden Damen immer rege in Anspruch genommen. Zur Erleichterung meines Mannes konnte ich mich aber trotzdem von einer finanziell desaströsen Großbestellung bisher fernhalten . Das Design überzeugt mich persönlich ja auch nicht so sehr, umso mehr erstaunte mich zu lesen, dass das Tupperware-Designteam dieses Jahr den Titel „red dot: design team of the year 2009“ bekommen hat. Ein Zitat aus der Begründung: „Einfache, klare Formen in der Bauhaus-Tradition, unverwechselbar und mit höchstem praktischen Nutzwert, sind die Markenzeichen des Tupperware-Designs.“ Oh là là!
Die meistgefallenen Sätze eines Tupper-Abends sind übrigens: „Kann man auch prima nehmen für …“ (wahlweise ist hier Hefeteig, Muffins, Obstsalat, selbstgebackenes Brot, aber auch Schnuller, Tampons, Servietten etc. etc. einzusetzen. Die beste Anekdote: „Die Salatschleuder? Damit kann man auch empfindliche BHs trocknen. Wenn man sie nicht in die Waschmaschine stecken will.“), „Da möchte ich wirklich nicht mehr drauf verzichten“ und „Gab’s das nicht früher in gelb?“ (hier wahlweise grün, rot, lila…). Im Internet gibt es natürlich reichlich Stoff für Tupperware-Fans und -Verachter. Facebook hat unter dem Stichwort Tupperware alleine 452 Seiten zu bieten, und bei allen kann man „Fan“ werden (die erfolgreichste hat immerhin 8703 Fans, das heißt, Facebook-Mitglieder, die Neuigkeiten auf der Seite lesen möchten). Extrem ätzende Texte, verfasst von Männern, die zu Tupperpartys „gezwungen“ wurden, finden sich auch reichlich. Und hier gibt es noch einige sehr nette Fotos der ersten Tupperpartys aus den 50er Jahren in Amerika. Macht euch selber euer Bild.
Und hier: Aunt Barbara, erfolgreiche “Tupperin” in den USA …
Es ist ja nicht so, dass es im Süßigkeitenregal an Auswahl mangeln würde. Im Gegenteil, die Auswahl ist riesig und unübersichtlich, und immer mehr neue Produkte mit teils unaussprechlichen Namen wie „Milka Amavel“ oder „Ferrero Rondnoir“ tauchen auf (und teilweise auch schnell wieder ab ) und buhlen um unsere Aufmerksamkeit. Welche Marke oder welches Produkt es da schafft, dauerhaft in Erinnerung zu bleiben, hat meiner Meinung nach schon was gekonnt. YES Torty ist so eine. Ob man es mag oder nicht, ob man die Werbung gut fand oder nicht – man erinnert sich daran. An das Mädel, das seinen Geburtstag in einem verregneten Zelt feiern muss – und von ihrem Liebsten eine kleine YES Torty mit Kerze als stimmungsaufhellende Mini-Überraschung erhält. Gebt es zu – wer hat schonmal so ein Törtchen mit Kerze selber verschenkt? Übrigens, das hätte ich nicht gedacht: Das Produkt und die zugehörige Werbung gibt es schon seit 2003 nicht mehr auf dem Markt! 2007 und 2008 gab es jeweils im Herbst die YES Tortys kurzzeitig im Handel wieder zu kaufen. Und auch 2009 ist so ein Revival-Jahr. Aufgrund des großen Erfolgs der letzten Jahre, so Nestlé in einer Presseerklärung. Warum jedoch Nestlé, wenn das Comeback seit zwei Jahren so erfolgreich ist, die Marke nicht wieder komplett einführt, bleibt mir ein Rätsel… egal, der Nostalgie wegen werde ich ein Paket kaufen.
P.S. Die im Werbespot beworbene Webadresse yes-torty.com gibt es leider nicht mehr …
Lebensmittel einkaufen ist ja an und für sich, jedenfalls wenn man es ständig machen muss, ein eher dröges Geschäft, im besten Fall hat man es dank Einkaufszettel und kurzer Schlange an der Kasse schnell erledigt. Ich persönlich bin aber jemand, der sich da gerne ablenken lässt und schnell und neugierig auf neue Produkte anspringt (und dann auch mal den Einkaufszettel großzügig erweitert…). Kürzlich bin ich zum ersten Mal auf Produkte der neuen REWE-Eigenmarke „Feine Welt“ gestoßen. Unter diesem Label verbergen sich Produkte von Schokolade über Balsamico-Essig bis zu Eiernudeln, deren Inhaltsstoffe „erfahrene REWE-Experten“ (Eigenwerbung) aus aller Welt zusammengesammelt haben. Die Verpackung (zugegeben, ist wichtig für mich) ist schonmal ein Highlight für sich: dezent in weiß als Hintergrund, mit Fotos und Texten, dass einem wirklich das Wasser im Mund zusammenläuft. Zum Beispiel: TrüffelSchatz, ApfelZauber oder CremigeErfüllung. Ich habe gleich mal eine Suppe (GoldenesThaifeuer) und ein Bruschetta (SeeleItaliens) mitgenommen (jedoch noch nicht probiert, Erfahrungsbericht folgt). Zufällig bin ich auch auf den Internetauftritt gestoßen, der ebenfalls lecker ist: Das Durchklicken durch die vielversprechenden Leckereien aus allen Kontinenten macht Spaß (und Hunger). Hallo, ihr da draußen: Hat jemand von euch schon eines der neuen Produkte probiert und wie ist euer Urteil?
Es soll ja Leute geben, die dringend ein Geschenk suchen für jemanden, der schon alles hat. Groß ist dann die Versuchung, etwas zu kaufen, was man wirklich nicht braucht – was aber zumindest Gesprächsthema für die Party sein könnte. Wer es nicht zu peinlich findet, dem empfehle ich heute das Renova Toilettenpapier, das es in fünf Knallfarben sowie in schwarz gibt. Endlich – der „Luxus-Kick für Ihr Bad“ (Eigenwerbung). Und: „Luxus, den man sich leisten kann“. Naja, klar könnte ich mir 6 Rollen dreilagiges Klopapier für 9,95 Euro (plus 4,90 Euro Versandkosten, da keine Infos über stationäre Händler auf der Website www.schwarzes-klopapier.de finden sind), leisten. Oder den gleichen Preis für drei Rollen in der transparenten Geschenkdose … Fassungsloses Kopfschütteln ist an dieser Stelle erlaubt. Und die gespannte Frage: Ob das für die Anbieter wohl ein „großes Geschäft“ werden wird?
Bestimmt kennst du dieses Gefühl: Du stehst vor einem Regal mit coolen, elektronischen Hightech-Geräten, bist total fasziniert von der glitzernden, vielversprechenden Wunderwelt – und völlig überfordert von der Auswahl. Gefühlte 53 Marken, 233 Produktbezeichnungen und 1057 technische Details – da verliert man schonmal die Lust am Aussuchen. Doch damit ist jetzt Schluss, zumindest, wenn es um Digitalkameras geht. Denn auf decido.de findest du jetzt den interaktiven Digicam-Berater. Dank diesem ziemlich coolen Tool musst du dich nicht mehr mit vielen Fachbegriffen rumschlagen, sondern kannst in ganz normalen Worten sagen, was du möchtest. Du willst mit deiner Kamera nur Schnappschüsse fürs Internet machen? Dann gib im Berater unter Auflösung an „Bilder fürs Internet“. Du willst eine Mini-Kamera, die in die hintere Hosentasche passt, aber nicht bei jeder Kamera die Maße vergleichen? Dann klick unter Handlichkeit an „klein und handlich“. So einfach geht’s. Am Schluss bekommst du eine Liste mit allen Kameras, die deinen Anforderungen entsprechen, inklusive der genauen Auflistung, welches Kriterium wie gut getroffen wird. Cool, oder? Wir meinen: gleich mal ausprobieren und dann weitersagen:
Für Comics ist normalerweise mein Kollege Claus zuständig, der ein wahrer Comic-Freund und Kenner der Szene ist. Aber in diesem Ausnahmefall muss ich einmal über einen Comic berichten; habe ich doch vor kurzem meinen ersten „Erwachsenen“-Comic gelesen und bin richtig begeistert. Es geht um „Persepolis – eine Kindheit im Iran“ von Marjane Satrapi, eine 1969 geborene Iranerin, die heute in Paris lebt. Sie schreibt über das Leben, das sie als Kind mit ihren Eltern in Teheran in den 70er-Jahren führt, während die Islamische Revolution stattfindet, die 1979 im Sturz des Schahs und der Machtergreifung der Mullahs gipfelt.
In faszinierend pointierten kurzen Episoden, die komisch und todtraurig zugleich sind, wird aus Sicht des liebenswerten kleinen Mädchens die Unterdrückungen dieser Zeit gezeigt. Die kleine Marjane ist aufmüpfig und passt so gar nicht in die Vorstellungen der Revolutionswächter. Daraus ergeben sich jede Menge gefährliche, absurde und eben auch komische Szenen; alltägliche Situationen, die ein vielsagendes Licht auf die „großen“ Ereignisse im Land werfen. Mehr als eine Million Mal wurden die Bände verkauft und in mehr als 25 Sprachen übersetzt – zu Recht, selten liest man ein so berührendes Buch. Auch als Film gibt es Persepolis seit 2007, verfilmt von Satrapi selbst. Hier der Trailer dazu, damit bekommt ihr auch einen tollen Einblick in den Stil, in dem auch der Comic gezeichnet ist.
Comic und Film sind nicht neu, aber wie ich finde gerade zur Zeit wieder interessant, um die Unruhen im Iran nach der Wahl im Juni besser zu verstehen. Satrapi zeigt natürlich eine sehr persönliche Sicht auf den Iran; aber gerade das macht es so anrührend und so lesenswert.
Wie versprochen habe ich die „Paarungshelfer“ (Eigenwerbung…) nun getestet und kann aus der Praxis berichten. Insgesamt muss ich sagen – das Ganze funktioniert. Und ist wirklich eine Erleichterung, weil es den Prozess Socken waschen-trocknen-einsortieren einfacher und schneller macht. Dafür haben natürlich diejenigen Familienmitglieder, die bisher die Socken immer nur achtlos in die Wäsche geworfen haben, etwas mehr Arbeit, nämlich immer ein passendes Paar Socken an einen Sockstar zu klemmen. Aber: Das Aufhängen geht schneller (einfach nur jedes Paar an dem dafür gedachten Häkchen an die Wäscheleine hängen), und das Einsortieren ist natürlich ein Traum. Kein Socken ist seither verloren gegangen … Das lohnt sich besonders bei Markensocken, die ihr z.B. mit einen Gutschein von Gutscheincodes.com günstiger kaufen könnt. Leider sind die Sockstars nicht ganz billig, 20 Stück kosten um 9 Euro. Bei Tchibo gab es gerade was Ähnliches, die haben aber auch einen ähnlichen Preis verlangt. Also, wenn die Dinger nun auch lange halten, soll mir das den Preis wert sind.
Wer mehr solche Ich-mache-mir-das-Leben-einfacher-Tricks hat, immer her damit! Schreibt einfach einen Kommentar …
P.S. Vom Verpackungsdesign bin ich übrigens noch immer begeistert, siehe Bild! “Personal Sockmanager Gold Edition”!!! Also wem sowas einfällt …
Dampfgaren soll ja die gesündeste Möglichkeit sein, Gemüse und vieles andere zuzubereiten, da dabei Nährstoffe besser erhalten bleiben als beim Kochen in Wasser. Ja, sogar der Geschmack soll besser sein. Schon lange habe ich mir überlegt, mir so einen – angeblich ja praktischen – Dampfgarer zuzulegen, vor ein paar Wochen habe ich zugeschlagen. Damit meine ich nicht so ein superteures Einbaugerät, sondern so einen „mobilen“ wie im Bild links. Erster Minuspunkt: Das Ding ist ganz schön groß, größer als ich mir das vorgestellt hatte, und muss ja irgendwo in der Küche stehen. Und zwar nicht unterhalb von hängenden Küchenschränken, denn ein Dampfgarer macht ja bestimmt eine Menge Dampf … Also wo nur? Nachdem ich Kaffeemaschine und Wasserkocher etwas zusammengerückt und für den Messerblock eine neue Bleibe gefunden hatte, war das erste Problem soweit gelöst. Die drei gelochten Plastikschälchen, die man übereinander stapeln kann, um mehrere verschiedene Sorten Gemüse oder auch Fleisch oder Fisch zu dämpfen, kann man leicht abwaschen. Dann geht’s los: die ersten Brokkoli-Stückchen einlegen, Wasser einfüllen und den Zeitschalter auf 15 Minuten drehen. Das war im beigefügten Booklet so vorgeschlagen. Das ist übrigens wirklich praktisch: Anders als im Topf kann man in den nächsten 15 Minuten das Gemüse wirklich links liegen lassen, anbrennen kann nix, und das Gerät schaltet sich automatisch aus. Nach einigen Minuten zieht schon ein ziemlicher Plastik-Geruch durch die Küche. Hmm, vielleicht hätte man doch einen oder zwei Durchläufe des Geräts ohne Gemüse machen sollen … den Brokkoli muss ich leider wegschmeißen, der „Neu-Geruch“ nach Plastik war ziemlich penetrant …
Also zweiter Versuch. Dieses Mal halte ich mich wieder an die angegebenen Garzeiten. Leider ist der Brokkoli danach ziemlich matschig. Das Ganze hatte ich mir etwas einfacher vorgestellt! Beim dritten Versuch (der Gemüsehändler hielt mich inzwischen wahrscheinlich für komplett bekloppt) mit 10 Minuten Dampfdauer dann gelingt das Ganze gut. Und – es schmeckt! Na sowas! Nur, eigentlich esse ich das Gemüse auch gerne mit etwas Soße – um diese zuzubereiten, muss man dann doch wieder den guten alten Topf bemühen. Alles in allem eine gute Sache, ob es sich im Alltag dann bewährt muss man sehen. An Rezepte mit Fisch oder Fleisch habe ich mich allerdings bisher noch nicht getraut. Wer verrät sein bestes?